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Ratgeber Wechseljahrsbeschwerden

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Wechseljahrsbeschwerden
Was sind Wechseljahrsbeschwerden?

Der Begriff Wechseljahrsbeschwerden umschreibt eine Gruppe von Symptomen, die während des Eintritts der Menopause auftreten können. Die sogenannten Wechseljahre bezeichnen das Einsetzen des Klimakteriums, einer Phase, in der bei Frauen die Produktion des Hormons Östrogen nach und nach reduziert wird und die Monatsblutungen seltener werden. Der Beginn sowie die Dauer der Wechseljahrsbeschwerden kann von Frau zu Frau variieren.

Die Symptome können sich unter anderem in Schweißausbrüchen, Hitzewallungen, Herzrasen, leichter Inkontinenz oder Harnwegsinfekten äußern. Des Weiteren wird häufig über emotionale Schwankungen, Störungen des Schlafs und damit einhergehend Müdigkeit sowie Reizbarkeit berichtet.

Diagnose Wechseljahrsbeschwerden

Meist deutet schon das Alter sowie die Symptome auf die Diagnose Wechseljahrsbeschwerden hin. Ein erster Hinweis kann eine Veränderungen des Ablaufs des Zyklus’ sein. Auch emotionale Instabilität oder Hitzeschübe sind typische Symptome, anhand derer ein Arzt die Diagnose Wechseljahrsbeschwerden eingrenzen kann.

Durch eine körperliche Untersuchung, bei der auch bildgebende Verfahren eingesetzt werden können, können weitere Erkrankungen als Ursache für die Wechseljahrsbeschwerden ausgeschlossen werden. Die Menge der Hormone, zum Beispiel des Östrogens, kann durch eine Blutuntersuchung kontrolliert werden.

Bei milden Formen der Wechseljahrsbeschwerden kann es bereits helfen, mit einer symptomorientierten Therapie zu behandeln. Medikamente zur Besserung der Stimmungsschwankungen, der Hitzeschübe oder der trockenen Schleimhäute, moderate Bewegung beziehungsweise Sport oder Psychotherapie können je nach Beschwerdebild helfen. Maßnahmen wie gesunde Ernährung oder Phytotherapeutika können unterstützend wirksam sein.

Die Hormontherapie wirkt auf die Ursache der Wechseljahrsbeschwerden ein. Durch die Zuführung der fehlenden Hormone werden die Wechseljahrsbeschwerden gelindert, es können aber Risiken für weitere Erkrankungen entstehen.

Die Wechseljahrsbeschwerden sind Teil eines biologischen und natürlichen Ablaufs. Die Akzeptanz dieses Vorgangs kann eine gute Grundlage bilden, um die Wechseljahrsbeschwerden besser zu bewältigen. Zusätzlich scheint eine gesunde Lebensweise der Verbesserung der Symptome zuträglich zu sein.

Eine Erhöhung des Gewichts begleitet oft die Symptome der Wechseljahre, ist jedoch selbst nicht direkt den Wechseljahrsbeschwerden zuzuordnen. Die Reduzierung der Hormone betrifft auch das Hormon Somatotropin, welches den Fettabbau unterstützt.

Auch Männer können unter Wechseljahrsbeschwerden leiden.

Was sind Wechseljahrsbeschwerden?

Als Wechseljahre (Klimakterium) wird die Periode vor und nach der Menopause bezeichnet. Die Menopause tritt dann ein, wenn es über ein Jahr lang zu keiner Regelblutung mehr gekommen ist. Dies geschieht im Regelfall zwischen dem 50. und 52. Lebensjahr einer Frau, kann aber auch früher oder später eintreten. Erste Wechseljahrsbeschwerden erleben die meisten Frauen zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr. Es kann unterschiedlich lange dauern, bis es zur Menopause kommt. Mit der Menopause enden die meisten Wechseljahrsbeschwerden.

Typische Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Schlaflosigkeit können noch Jahre nach der letzten Regelblutung vorkommen. Die Wechseljahre werden von Frauen sehr unterschiedlich empfunden. Manche Frauen erleben die Wechseljahresbeschwerden problemlos. Andere hingegen sind durch die Wechseljahrsbeschwerden so stark körperlich und psychisch eingeschränkt, dass sie behandelt werden müssen.

Was sind körperliche Wechseljahresbeschwerden?

Wechseljahrsbeschwerden werden durch die hormonelle Umstellung hervorgerufen. Erste Anzeichen von Wechseljahrsbeschwerden sind leichte Veränderungen in der Zykluslänge. Bei vielen Frauen ab dem Alter von 40 Jahren werden die Abstände zwischen den Regelblutungen länger und die Blutungen stärker. Es kann zu Zwischenblutungen kommen.

Hitzewallungen sind häufig auftretende Wechseljahresbeschwerden, die von betroffenen Frauen als sehr unangenehm empfunden werden. Diese Wechseljahrsbeschwerden treten ganz plötzlich auf. Der obere Körperbereich wird heiß, und das Gesicht und der Nacken können rot anlaufen. Meist kommt es zu einem starken Schweißausbruch gefolgt von Frösteln. Zudem kann es im Zusammenhang mit den Hitzewallungen zu Herzrasen und Herzklopfen kommen.

Weitere Wechseljahresbeschwerden entstehen durch das Sinken des Hormons Östrogen. Die Wände der Vagina werden dünner und trockener. Die sexuelle Erregung ist aufgrund der Trockenheit geringer und der Geschlechtsakt kann als unangenehm empfunden werden.

Blasenschwäche und Infektionen der Harnwege sind häufig auftretende Wechseljahrsbeschwerden. Durch den fallenden Östrogenspiegel bilden sich auch die Schleimhäute zurück und der Beckenboden verliert an Spannung. Plötzlicher Harnverlust, zum Beispiel beim Husten oder Niesen können unangenehme Folgen sein. Durch die Rückbildung der Schleimhäute wird die natürliche Schutzfunktion der Harnwege verringert. Bakterien können leichter eindringen. Es kann vermehrt zu Infektionen der Harnwege kommen.

Was können seelische Wechseljahrsbeschwerden umfassen?

Seelische Wechseljahrsbeschwerden können Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Nervosität, Reizbarkeit und Antriebslosigkeit sein. Diese Wechseljahresbeschwerden sind die Folgen der hormonellen Umstellung im Körper. Der Schlaf kann zusätzlich durch die Hitzewallungen gestört sein. Durch den Schlafmangel können andere seelischen Wechseljahresbeschwerden verstärkt werden. Zudem kann auch das Erinnerungsvermögen durcheinander kommen. Vergesslichkeit und Gedächtnisstörungen können die Folge sein.

Was sind weitere Wechseljahresbeschwerden?

Durch die Abnahme der Hormone kann in den Wechseljahren das Osteoporoserisiko steigen, da es zu einer Abnahme der Knochendichte kommen kann. Auch wird die Haut dünner und trockener, weil sie die Fähigkeit verliert, Wasser zu speichern. Altersflecken können vermehrt auftreten. Gewichtszunahme, gesteigerter Haarausfall der Kopfhaare aber zunehmender Haarwuchs im Gesicht sind weitere mögliche Wechseljahrsbeschwerden.

Britta Schwanbom

 

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